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Wie man ein Keyboard oder einen Synthesizer verpackt und versendet

Kurzantwort

Das sichere Verpacken von Keyboards und Synthesizern erfolgt in drei Schritten: Vorbereiten, Verpacken und Testen. Entferne Pedale, Ständer und Notenpulte und verpacke alles seperat. Polstere das Keyboard so, dass nichts verrutschen kann und nichts auf die Tasten oder Potiknöpfe drückt. Mache mit dem verschlossenen Karton einen Schütteltest, um sicherzugehen, dass nichts lose ist. Fotografiere die Verpackung vor dem Versand, um im Fall von Transportschäden einen Nachweis zu haben.  Gib beim Kauf eines Reverb-Labels das genaue Gewicht und die exakten Maße deines Pakets an, um zusätzliche Versandgebühren zu vermeiden. Wir empfehlen grundsätzlich, den Versand zu versichern, entweder über Packlink oder direkt beim Versanddienstleister.

Keys und Synthesizer
  • Synthesizer
  • MIDI- und Keyboard-Controller
  • Digitale und Stage Pianos
  • Workstations und Arranger
  • Elektronisches Piano (Rhodes, Wurlitzer, Clavinet)
  • Orgeln
  • Sampler und Drum Machines
  • Modular und Eurorack

Was du brauchst

Besorge dir das Verpackungsmaterial am besten im Voraus, damit dein Inserat genaue Gewichts- und Größenangaben enthält. So stellst du auch sicher, dass du innerhalb der 3-Werktage-Frist von Reverb versendest.

  • Versandkarton: Plane an allen Seiten etwa 5 cm Platz für Polstermaterial ein. Wenn du einen Karton wiederverwendest, achte darauf, dass er stabil ist und entferne alle alten Aufkleber und Labels. Versanddienstleister erheben unter Umständen nachforderungen, wenn alte Etiketten auf dem Karton verbleiben.
    • Bis 61 Tasten: Halte die Kartonlänge unter 120 cm, um Sperrgutzuschläge zu vermeiden.
    • 76 Tasten: Verpacke so kompakt wie möglich – diese Modelle sind meist etwas über 120 cm lang.
    • 88 Tasten: Ein verpacktes 88-Tasten-Keyboard überschreitet die Länge von 120 cm fast immer und veursacht so Zusätzgebühren für Übergröße/Sperrgut. Kalkuliere dies in deine Versandkosten ein, statt einen zu kleinen Karton zu verwenden.

Karton ein paar Zentimeter zu kurz? Du kannst ihn verlängern. Klappe die oberen Laschen nach oben statt sie zu schließen und bastle einen Deckel aus zusätzlicher Pappe, den du sicher über die Laschen klebst. Verwende viel Klebeband, damit die Nähte halten. Miss den Karton danach erneut, da die zusätzliche Länge die Versandmaße verändert.

  • Unbedenkliches Füllmaterial: Kraftpapier eignet sich am besten, aber auch feste Kartoneinsätze, Schaumstoff-Eckschützer oder Verpackungschips funktionieren gut.
  • Eine starre Einlage oder Platte aus Karton oder Kunststoff zum Schutz der Bedienoberfläche und der Klaviatur.
  • Paketklebeband.

Nicht verwenden:

  • Ein Gigbag oder Flightcase Koffer als Versandkarton. Jedes Case gehört in einen gepolsterten Umkarton. Cases ohne Außenkarton verursachen häufig Zusatzgebühren.
  • Klebeband direkt auf dem Gehäuse, an den Seitenteilen oder am Tolex. Beim Entfernen kann die Oberfläche beschädigt werden.
  • Zeitung oder alles mit Druckerschwärze, da dies den Artikel optisch beschädigen kann.
  • Anderes Klebeband als Paketklebeband.
  • Kleidung als Polsterung.

Verpackungsschritte

Schritt 1: Keyboard vorbereiten

  • Sichere deine Patches und entferne die Batterien. Speichere deine Presets auf einer Speicherkarte oder per MIDI ab, falls das Instrument dies unterstützt. Enftferne alle AA- oder 9V-Batterien, damit diese nicht auslaufen können.
  • Entferne alle abnehmbaren Teile und verpacke sie seperat. Sustain- und Expression-Pedale, Netzteile, Notenhalter, Staubschutzhüllen, Ständer, Beine sowie Modulation- oder Ribbon-Controller-Add-ons sollten komplett abmonitert werden. Angeschraubte Beine oder Halterungen können den Karton durchstoßen.
  • Sichere fest montierte Komponenten. Ziehe abnehmbare Potiknöpfe ab und verpacke sie in einem Beutel. Pitch- und Modulationsräder, Joysticks, Ribbon-Controller und hohe Fader stehen über das Gehäuse hinaus und brechen bei Stößen zuerst, daher brauchen sie einen stabilen Schutz statt nur weicher Polsterung. Entferne bei Modular- und Eurorackgeräten alle Patch-Kabel und prüfe, dass alle Module festgeschraubt sind. Sieh dir unser Video zum Verpacken von Modular-Equipment an. 

Schritt 2: Keyboard verpacken

Verpacke und sichere alle losen Zubehörteile separat. Polstere das Keyboard anschließend je nach Transportbehälter ab:

  • Gigbag oder kein Koffer: Lege eine starre Karton- oder Schaumstoffplatte über die Klaviatur und die Bedienoberfläche, damit kein Druck auf Tasten, Räder oder Regler ausgeübt werden kann. Umgebe das Instrument anschließend mit so viel Polstermaterial, dass es die Kartonwände an keiner Stelle berührt. Bei hochwertigen Keyboards empfiehlt sich mindestens ein gepolstertes Gigbag als Innenschutz.
  • Hardshell- oder Road-Case: Schüttele das Case vor dem Verpacken – im Inneren darf absolut nichts wackeln oder verrutschen. Polstere den Zwischenraum im Versandkarton rund um das Case komplett aus, damit es sich nicht bewegen kann. Packe das Case nicht so voll, dass es sich nur noch mit Gewalt schließen lässt.
  • In jedem Fall: Lege das Keyboard flach auf die Unter- oder Rückseite, niemals mit den Tasten oder Bedienelementen nach unten. Platziere die stärkste Polsterung an den Außenkanten und Enden, da lange Instrumente bei einem Sturz vor allem über die Mitte hebeln.

Sobald alles fest sitzt und nichts mehr verrutscht, verschließe den Karton mit Paketband und achte darauf, dass das Versandlabel gut sichtbar ist.

Nachzahlungen vermeiden: Gewicht & Maße korrekt angeben

Stelle deine Verpackungsmaterialien im Voraus zusammen und miss alle drei Außenkanten des Kartons nach (aufgedruckte Maße geben oft nur die Innenmaße an). Wiege das Paket auf einer Waage, fotografiere die Maße und das Display der Waage als Nachweis und runde im Zweifelsfall auf. Wenn du die automatische Versandberechnung nutzt, passe dein Inserat an, falls sich die Maße vor dem Versand ändern. Entspricht das Paket nicht deinen Angaben, messen die Paketdienste nach und stellen die Differenz als Versandkostenkorrektur in Rechnung.

Schritt 3: Der Schütteltest

Schüttle den Karton, um sicherzugehen, dass nichts klappert oder sich bewegt. Versanddienstleister gehen meist nach der „1-Meter-Fallregel“ vor. Das bedeutet, dass dein Paket einen flachen Sturz aus 1 Meter Höhe überstehen sollte. („Vorsicht Glas“-Aufkleber ändern in der Regel nichts an der Behandlung, also verpacke so, dass es einen Sturz aushält.)

Versand versichern

  • Füge deinem Versandlabel eine Versicherung hinzu, entweder über unsere Partner bei Packlink oder direkt beim Versanddienstleister.
  • Fotografiere das Paket vor der Abgabe von allen Seiten. Dies hilft als Nachweis bei etwaigen Transportschäden.
  • Bewahre den Einlieferungsbeleg auf als Nachweis darüber, wann der Artikel an den Versanddienstleister übergeben wurde.
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